Chemie-Arbeitsblatt _ _ Klasse _ _ _ Name __________________________________________________________________Datum _ _ ._ _._ _

 
Herstellung von Acetylsalicylsäure (I)
 

Verfahren I:

In einen 100-ml-Erlenmeyerkolben werden 10 g Salicylsäure*, 10 ml Essigsäureanhydrid* und 2 Tropfen konzentrierte Schwefelsäure* gegeben. Das Gemisch wird auf dem Magnetrührer unter Umrühren im Wasserbad ca. 15 min auf 60 °C erwärmt. Dann erhöht man die Temperatur für ca. 5 min auf 80-90 °C. Anschließend wird das Reaktionsgemisch in Eiswasser gestellt. Die dabei auskristallisierende HAS wird mit einer Nutsche abgesaugt und einige Male mit Eiswasser gewaschen. Das Rohprodukt kann aus Wasser auskristallisiert werden.
Quelle:
M. Tausch, M.v.Wachtendonk: Chemie SII, Buchner-Verlag, S.290

Verfahren II:

In einen 100-ml-Erlenmeyerkolben (EM) werden 5 g Salicylsäure* und 10 ml Essigsäureanhydrid* gegeben. Der Kolben wird ca. eine Minute geschüttelt. Danach werden nochmals 10 ml Essigsäure* und 3 Tropfen konzentrierter Schwefelsäure* dazugegeben. Das Gemisch wird so lange geschüttelt, bis die Lösung klar erscheint. Dann wird es in ein Becherglas mit 100 ml Wasser gegeben und dieses in ein Eisbad gestellt. Wenn das Reaktionsprodukt völlig auskristallisiert ist, wird es über eine Nutsche abgesaugt und dreimal mit Wasser gewaschen. Das Reaktionsprodukt wird möglichst gut trocken gesaugt.

Quelle: H. Wambach: Materialienhandbuch Kursunterricht Chemie, Bd. 2, Organische Chemie, S. 320, Aulis-Verlag


Verfahren III:

Im EM werden 5 g Salicylsäure* mit 7 ml Essigsäureanhydrid* vermischt und vorsichtig 2 Tropfen konzentrierter Schwefelsäure* dazugegeben. Nach Abklingen der Reaktion wird das Gemisch 15 min im Wasserbad auf 80 °C erhitzt. Während des Erhitzens wird gerührt. Nach dem Abkühlen wird das Gemisch in 20 ml Eiswasser gegeben. Das ausgefallene Reaktionsprodukt wird mit dem Saugtrichter abgenutscht und mit 2 ml Eiswasser gewaschen. Das Reaktionsprodukt wird in wenig heißem Wasser gelöst und durch Abkühlen wieder auskristallisiert. Nach Filtration mit der Nutsche wird mit wenig Eiswasser gewaschen und anschließend bei 90-100 °C getrocknet. Das getrocknete Produkt wird gewogen.
Quelle:
H. Wambach: Materialienhandbuch Kursunterricht Chemie, Bd. 9, Leben mit Chemie, S. 149, Aulis-Verlag

Verfahren IV:

In einem 100-ml-EM werden 6 g Salicylsäure*, 6 ml Essigsäureanhydrid und 3 Tropfen konz. Schwefelsäure vermischt und für 15 min in einem Wasserbad von 60 °C zur Reaktion gebracht. Nicht überhitzen - Temperaturkontrolle! Nach der Reaktion wird das Gemisch abgekühlt und 60 ml Wasser dazugegeben.

Anschließend wird abgenutscht. Dieses Roh-Aspirin wird zur Hälfte aufbewahrt. Die andere Hälfte gibt man in den EM zurück und gibt 15 ml Ethanol
und 40 ml Wasser dazu. Im Wasserbad wird das Gemisch auf 70 °C erhitzt, bis sich das Roh-Aspirin vollständig gelöst hat. Anschließend kühlt man die
Lösung im Eisbad ab,bis sich Kristalle abscheiden (Umkristallisation). Die ausgefallenen Kristalle werden wieder in einem sauberen Trichter abgenutscht.
Das gereinigte Aspirin wird getrocknet und aufbewahrt.
Quelle:
www.swisseduc.ch/chemie/labor/aspirin


Dünnschichtchromatographische Untersuchung der HAS:

Von Salicylsäure, Aspirin (ASS) aus der Apotheke und aus dem Versuch hergestellten HAS werden jeweils 2%-ige Lösungen hergestellt. Die Lösungen
werden mit einer Kapillare auf eine DC-Kieselgel-Folie mit UV-Indikator aufgetragen. Die Folie wird in eine Trennkammer gestellt, mit einem Fließmittel
aus 10 ml Aceton*, 10 ml Cyclohexan* und 8 Tropfen aqua dest. Nach ca. 15 min wird das Chromatogramm entnommen und getrocknet. Danach wird
es unter UV-Licht betrachtet. Die im UV-Licht sichtbaren Punkte werden umrandet. Danach wird die Folie mit einer Lösung aus Eisen(III)-chlorid*
(0,5 g in 10 ml aqua dest. und 20 ml Ethanol*) besprüht.

 

update am: 20.03.17                                                                                                                                                                             zurück        zur Hauptseite