Die Oktettregel - praktische Anwendung

 

Hauptgruppe

I

II

III

IV

V

VI

VII

VIII

Gruppenname

Alkalimetalle

Erdalkali-metalle

Bor-Gruppe

Kohlenstoff-Gruppe

Stickstoff-Gruppe

Chalko-gene

Halogene

Edelgase

Elektronenabgabe oder -aufnahme

Elektronenabgabe

abhängig vom Reaktionspartner

Elektronenaufnahme

chemisch inert

Anzahl der abgegebenen oder aufgenommenen Elektronen

1

2

3

4

3

2

1

entstandene Ionen

Me=Metall, Nme=

Me1+

Me2+

Me3+

C4+

C4

Nme3

Nme2

Nme1

Verallgemeinerung

Metalle geben nur Elektronen ab

 

Nme nehmen so viel Elektronen auf, dass die Valenzschale bis zum Oktett gefüllt ist

Wenn nicht wie oben, dann so.....

+7

+6

+5

-1

-5

-6

-7

Elektronenaufnahme

s.o.

Elektronenabgabe

entstandene Ionen

Me7

Me6

Me5

s.o.

Nme5+

Nme6+

Nme7+

Konsequenz

Ladungsungleichgewichte viel größer als umgekehrt

Arbeitsauftrag: Denke nach und begründe!

Warum können die Metalle nicht Elektronen abgeben und die Nichtmetalle geben auch Elektronen ab?

Spiele beide Vorgänge, den richtigen und den falschen, für jeweils eine Elementkombination (Me und Nme) aus allen Gruppen der 2. oder 3. oder 4. Periode durch.

Beispiel:

  • Na gibt ein Elektron ab, 11 Protonen bleiben im Kern, Ladungsverhältnis: 11p+/10e

Cl nimmt ein Elektron auf, 17 Protonen sind im Kern, Ladungsverhältnis: 17p+/18 e

Umgekehrter Vorgang:

  • Na nimmt 7 Elektronen auf, 11 Protonen bleiben im Kern, Ladungsverhältnis: 11p+/18e
  • Cl gibt 7 Elektronen ab, 17 Protonen sind im Kern, Ladungsverhältnis: 17p+/10 e

Fazit: Je mehr das Ladungsverhältnis von p : e = 1 : 1 abweicht, desto energetisch ungünstiger wird die Situation des Ions.

 

update: 13.02.17                                                                                                                                                                              zurück        zur Hauptseite