Chemie-Arbeitsblatt _ _ Klasse _ _ _ Name __________________________________________________________________Datum _ _ ._ _._ _

 

Klimaforscher sind besorgt

 
 
Beantworte schriftlich zu diesen Texten folgende Fragen:

1. Welche Folgen hat ein Stromausfall für 3,5 Mio Haushalte? Wie viel Betroffene gibt es?
2. Welche zusätzlichen Schäden sind durch den Orkan bewirkt worden?
3. Was kennzeichnet klimatisch die 90er Jahre und 1999?
4. Welche klimatischen Folgen hat die Erhöhung der Durchschnittstemperatur?
5. Was ist die mehrheitlich anerkannte Ursache dieser Erhöhung?
6. Wie könnte der Ausstoß an Treibhausgasen verringert werden? Zähle alle möglichen Maßnahmen auf und gewichte sie nach dem Grad der Effizienz, den du zuteilst.
7. Was ist damit gemeint, wenn gesagt wird, "dass nationale Alleingänge erfolglos bleiben müssen." Stimmt deiner Meinung nach dieses Argument?
WAZ PARIS. Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden hat ein Sturm Frankreich mit Tod und Verwüstung überzogen.
Auch über Nordspanien und die Schweiz fegten starke Böen hinweg. Betroffen war vor allem der Südwesten Frankreichs. Hier forderte der jüngste Sturm weitere 28 Menschenleben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer seit Sonntag auf 73. Frankreich bat seine Nachbarn um Hilfe.
3,5 Mio Haushalte waren nach den Stürmen ohne Strom, über 100 Gemeinden ohne Trinkwasser. Viele historische Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Die Schäden im Land sind unabsehbar. Hinzu kommt die Furcht vor einer Ölpest an der französischen Küste, wo mittlerweile 400 Kilometer verschmutzt sind. Die Besatzung von Ölauffang- schiffen mussten in der stürmischen See hilflos 
zusehen,  wie das Öl sich ausbreitete. Hohe Wellen machten ein Absaugen des Ölbreis unmöglich.
Nach Ansicht des Potsdamer Klimaforschers Gerstengarbe sind Orkane die Folge der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung. Die Winde aus West hätten um 40% zugenommen, sagte er der WAZ.

(WAZ vom 29.12.99)
Sturm ernten

Die Stürme sind von Menschen entfacht. Daran hat die Wissenschaft kaum noch Zweifel. Die 90er Jahre waren das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren. 1999 ist das 21. Jahr in Folge mit über- durchschnitt-
lichen Temperaturen. Sieben der weltweit wärmsten Jahre wurden in diesem Jahrzehnt gemessen. Zufall? Die Katastrophen sind hausgemacht. Das betrifft nicht nur den fürchterlichen Orkan, der sich über Europa austobte. Es betrifft auch die immer häufigeren Hochwasser und die Schneekatastrophe im letzten Winter. Wie viele Jahrhundertfluten, Jahrhunderthochwasser 

und -stürme hat dieses Jahrhundert eigentlich schon erlebt? Ihre Zahl   wird jedenfalls weiter zunehmen, da sind sich die Klimaforscher einig. Die Zusammenhänge zwischen Klimakatastrophen und globaler Erwärmung seien noch nicht genügend erforscht, mahnen einige. Natürliche Klimaschwankungen habe es seit  jeher gegeben, 130 Jahre Wetterstatistik würden da wenig aussagen. Zudem könnten vulkanische Aktivitäten oder die Einflüsse der Sonne eine wichtige Rolle spielen. Das alles mag sein, doch mit Gegenmaßnahmen kann nicht gewartet werden, bis allerletzte Gewissheit  herrscht. Doch es besteht nur geringe Hoffnung, dass schnelle und wirksame Maßnahmen ergriffen werden, den Ausstoß der Treibhausgase zu reduzieren. Das größte politische Gewicht haben in dieser Frage noch jene, die weiter wirtschaften wollen wie bisher. Und nicht zu Unrecht verweist die Politik darauf, dass nationale Alleingänge erfolglos bleiben müssen. Daher müssen die europäischen Staaten jetzt gemeinsam eine wirksame Regelung auf den Weg bringen, die Treibhausgase zu reduzieren. Denn es fehlt die Zeit, um auf die ganze Welt zu warten.
Christopher Onkelbach
Weitere Aussagen von F.W.Gerstengabe (WAZ vom 29.12.1999) [Potsdamer Klima-Institut]
  • Winde aus West blasen doppelt so lange wie früher aus dieser Richtung
  • Folge: heftigere Niederschläge und häufigere Stürme
  • Vor der Lawinenkatastrophe im Winter 1999: 14 Tage Wind aus Nord-West
  • Seit 1970 gibt es auf der Landoberfläche der Erde kein Fleckchen mehr, an dem die Temperatur wieder abnimmt.
  • Die allgemeine Erwärmung ist Ursache der Westwinde.

update am: 08.05.17                                                                                                                                                                             zurück        zur Hauptseite