Schulinternes Curriculum für Chemie in der Sekundarstufe I ab 2002

 
Zielvorgaben:                                                                                                                                        
  • Verbindliches Curriculum für die Fachlehrer Chemie mit dem Ziel der Vereinheitlichung der Lernziele, Methoden und des Kenntnisstandes für Schüler, die am Ende Kl. 10 Chemie in der Oberstufe weiterführen bzw. Chemie beenden.
  • Entwicklung eines schulbezogenen Curriculums, das dem Niveau der Schüler, den Möglichkeiten des Faches und den Zielvorgaben des Lehrplanes genauer angepasst ist.
  • Entwicklung von schulbezogenem Unterrichtsmaterial: Arbeitsblätter, Folien, andere Medien;

Vorgehen:

  • Das schulinterne Curriculum baut auf den `Richtlinien und Lehrplänen Chemie für die SI" vom September 1993 auf.
  • Es gliedert sich in 6 Halbjahre: 7/1 und 7/2, 9/1 und 9/2 und 10/1 und 10/2.
  • Die einzelnen Abschnitte sind modulartig aufgebaut. Sie beschreiben - prozessartig -Unterrichtsinhalte, Methoden, Zeitvorgaben und Lernerfolgsüberprüfungen.

In ARIAL: Verbindliche Vorgaben durch den Lehrplan                                    Zeitvorgabe: 80 h/Jahr
Legende: AT = Abschlusstest    GA=Gruppenarbeit

Jahrgangsstufe 9, 1. Halbjahr

M-Nr. Unterrichtsinhalte Methoden
Literaturangaben
Zeitvorgabe Lernerfolgs-
überprüfung
22 Kennzeichen chemischer Reaktionen
-stoffliche und energetische Aspekte
Wiederholungsthema mit Integration wesentlicher Inhalte aus Kl.7
Einstiegsgegenstände:
  • Sulfide: Wiederholung FeS/CuS,                Erweiterung: ZnS; Al2S3
  • Wasser-Analyse über Elektrolyse
  • Wassersynthese über Knallgas-Eudiometer
  • über Vol.-Verh. und Dichte zum Massenverhältnis 
Gruppenpuzzle Kl. 7    
23 Chemische Grundgesetze und Formelbegriff
Einführung der Atommasse: siehe oben über das MV von H + O im H2O;
Absprache mit Physik?    
24 Bedeutung von Element- und Verbindungssymbolen
Wiederholung: Gesetz von der Erhaltung der Masse
Gesetzmäßigkeit der konstanten Massenverhältnisse:
CuO vs. Cu2O als Rechenbeispiel oder experimentell
1 Arbeitsblatt mit Herleitung der Formel aus dem MV und Herleitung des MV aus der Formel    
25 Experimentelle Bestätigung oder Erarbeitung einer Formel Herleitung an einem Beispiel; Keine Übungen über weite Strecken; Formelsprache: Index 1 mitschreiben; Modelle zur Sicherung des Begriffs Verhältnisformel max. 1-2 Übungsstunden
   
Duplo-Steine
26 Aussagen eines Reaktionsschemas
Aussagen einer Reaktionsgleichung

Stoffmenge

Mol

Molare Masse

Größengleichung
Anschauungsmaterial
Festigung + Übung
 

AT

keine wissenschaftliche Definition des Molbegriffs; Molare Masse Elementargruppen/Moleküle rein begrifflich: 1 u = 1,66*-24 g

Jahrgangsstufe 9, 2. Halbjahr

27 Ausgewählte Hauptgruppen
 Alkalimetalle: nur Na und K
 Erdalkalimetalle: nur Ca und Mg
 Halogene: nur Cl und Br
 Edelgase
Vertreter der 1.,2. oder 7. HG werden in ihren Reaktionen experimentell vorgestellt. Ähnlichkeiten und Anwendungsbezüge
;
Edelgase: im Zusammenhang mit PSE
Reaktionsgleichungen
stöchiometrische Berechnungen
; Übungen anhand attraktiver Beispiele; Sinnhaftigkeit;
2 Na + 2 H2O B> 2 NaOH + H2
Formelvorgabe:
Natronlauge
und ihre Verwendung: Liste
Salzsäure
und ihre Verwendung: Liste
 Projektorientierte UE:
1. HG:
Abflussreiniger, Backofenspray; Haushaltchemikalien
SV: Flammenfärbung
2. HG:
Baustoffe (Gips, Marmor, Kalk)
7. HG:
Photographie, Trinkwasseraufbereitung, (Desinfektion, Chloridgehalt)

Projekt vor/nach UE?

keine experimentelle Herleitung der Formel, keine Ableitung

   
Referate: Magensaft;
Bezüge zur Biologie
28 Atombau und Periodensystem
zu Beginn: Dalton'sches Kugelmodell
Wiederholung des Physik-Unterrichts: Kern-Hülle-Modell
Rutherfordscher Streuversuch
Vorstellung von Protonen und Neutronen als Kernbausteine
Auftreten von Isotopen
kein Frank-Hertz-Versuch, keine Induktion, nur Ladungen-Elektrostatik

 

Referate

   
29 Schalenmodell: Vorstellung
Phänomene B> verfeinertes Modell:
Elektronenkonfiguration
Besetzungsschema bis Calcium
1. und weitere Ionisierungsenergien, Vergleiche Na-Mg, K-Ca;    
30 PSE als Klassifikationsschema
Unterscheidung Haupt- und Nebengruppen
keine Lanthaniden und Actinoiden
     
31

Bindungsmodell der Ionenbindung
experimentell.: Leitfähigkeit von Salzschmelzen und Salzlösungen
experimentell.: Phänomen der Ionenwanderung

Elektrolysen als erzwungene Elektronenübertrag-
ungsreaktionen: Einfache Elektrolyse
Behandlung von Reaktionen unter dem Gesichtspunkt `Elektronenübertragung"
Anknüpfung an Reaktionen von Metallen mit O2/Hal2:
gemeinsamer Gesichtspunkt:
 Elektronenübertragung
 Aufspaltung in Teilreaktionen

 

welche Versuche?

LV oder SV?

 

1 SV zu Elektrolyse

 

AT

32 Ionenbindung
Edelgasregel
zur Klärung der Ionenladung
Aufbau eines Ionengitters
Bedeutung der Verhältnisformel `NaCl"
Nur 1 Gittertyp

keine KoZ

   
33 Eigenschaften von Salzen - Struktur-Eigenschaftszusammenhang

Sprödigkeit

Schmelz- und Siedepunkte

Leitfähigkeit wo und wie
Hausarbeit: Bindungstypen-
Vergleich; Entwicklung
eines Überblicks
   
34 Metallbindung - nur kurz!    
 

update am 23.02.12                                                                                                                                                                                      zurück         zur Hauptseite